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Bis zu 40% weniger Verbrauch

  

Die massive Senkung des Energieverbrauchs durch den Einsatz effizienterer Technologien ist ein zentraler Bestandteil des von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgestellten Acht-Punkte-Plans zur Verwirklichung der ehrgeizigen deutschen Klimaschutzziele. Gegenüber dem Basisjahr 1990 soll der Ausstoß an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen wie zum Beispiel Methan in der Bundesrepublik bis 2020 um 40 Prozent verringert werden. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Effizienzverbesserung der Wärmeversorgung im Gebäudebestand. Denn „verglichen mit dem heutigen technischen Standard sind energetisch gesehen die meisten Gebäude löchrig wie ein Schweizer Käse“, erklärt der Umweltminister. „Mit gut sanierten Gebäuden und moderner Heizungstechnik können die Bundesbürger ihre Heizkosten im Durchschnitt mehr als halbieren.“

Einen überproportional hohen Anteil an diesem Energieeinsparpotenzial birgt die Erneuerung veralteter Heizungsanlagen. Nur etwa zehn Prozent der insgesamt 17 Millionen Heizanlagen in Deutschland entsprechen dem aktuellen Stand der Technik, so der Bundesverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH). Aktueller und langfristig gültiger Stand der Technik nämlich bedeutet: hoch effiziente Brennwertgeräte ergänzt mit Solarthermie. Eine solche Kombination verbraucht bis zu 40 Prozent weniger Heizöl als ein Standard- oder Niedertemperaturkessel der ersten Generation. Allein drei Viertel der Energieeinsparung erzielt der Brennwertkessel, den Rest steuert die Solaranlage bei.

Mit bis zu 97 Prozent Nutzungsgrad stoßen Öl-Brennwertkessel ans physikalische Limit. In der Kombination mit Solarkollektoren und schwefelarmem Heizöl ist die Öl-Brennwerttechnik eine der attraktivsten Heiztechniken, um den Energieverbrauch und damit zugleich die CO2-Emissionen deutlich zu senken. Eine weitere Absenkung der klimarelevanten Emissionen im Wärmemarkt lässt sich mit Bioheizöl erzielen. In Zusammenarbeit mit der Heizgeräteindustrie arbeitet die Mineralölwirtschaft mit Hochdruck an der Entwicklung flüssiger Biobrennstoffe. Zurzeit laufen Testreihen in Hochschulen, Forschungslabors und Feldanlagen mit Mischungen aus schwefelarmem Heizöl und Bioölen, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Raps gewonnen werden.

Diese Entwicklungsaktivitäten decken sich mit der Klimaschutzpolitik. „Der schlafende Riese der erneuerbaren Energien ist der Wärmemarkt“, so Umweltminister Gabriel. „Hier liegen enorme Potenziale, die kostengünstig genutzt werden können.“ Bis zum Jahr 2020 will der Umweltminister den Anteil der erneuerbaren Energien an der Erzeugung von Wärme und Kälte von derzeit sechs Prozent mindestens verdoppeln.

Quelle: Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V.
 

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